70 Prozent der Befragten bekundeten Zustimmung zur Aussage, dass das Management in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Einhaltung von Regeln weicher auslegt, um Ziele zu erreichen.

Hans-Peter Heinemann als Compliance Officer sieht die Entwicklung kritisch.

Wesentliche Grundlage für die Wirksamkeit eines Compliance-Systems ist das Vorbild hafte Verhalten der Unternehmensführung, die deutlich machen muss, dass es im Hinblick auf Rechtsverstöße „null Toleranz“ gibt. Die Aufweichung von Regeln in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stellt deshalb im Hinblick darauf ein Risiko dar. Dadurch erlangt der Mitarbeiter den Eindruck, dass die Geschäftsführung es mit der Einhaltung von Compliance-Regeln im Zweifel nicht ernst meint und der geschäftliche Erfolg immer im Vordergrund steht. Diese Haltung wäre der Sargnagel für jegliche Compliance- Bemühungen. Demgegenüber sollte man allerdings auch genau hinschauen, welche Regeln dem wirtschaftlichen Fortkommen geopfert werden sollen. Es ist nicht stets „uncompliant“, wenn Regeln pragmatisch angewandt werden. Deswegen ist immer der Blick auf den Einzelfall erforderlich. Doch die wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden nicht besser, wenn Rechtsverstöße in Kauf genommen werden. Das muss man immer berücksichtigen.

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Compliance in der Krise?

Quelle: Ernst & Young, © Statista 2015

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